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ACHT­ZEHN­HUNDERT­EIN­UND­NEUNZIG

AB­SCHIED MIT BLEI­STIFT UND PIN­SEL

Um das Herz der Kuckucksuhr zum Schlagen zu bringen, benötigt es in erster Linie die Kunst der Feinwerktechnik. Dazu sind mechanische Kenntnisse nötig, die in der Badischen Uhrmacherschule gelehrt wurden. Doch was nützt die Technik in der Uhr, wenn sie nicht ansprechend gestaltet ist? Das dachte sich auch das Kollegium der Schule und stellte im Jahr 1889 einen Lehrer für den Zeichenunterricht ein, der den Uhrmacherschülern den Umgang mit Bleistift und Pinsel näher bringen sollte. Aus dem Markgräfl erland reiste Hermann Dauer in den Schwarzwald, um seine erste Stelle nach dem Studium anzutreten. Sein zweites Zuhause fand er dann schließlich im Kegelclub der Stadt, der sich regelmäßig im Gasthaus »Rößle« traf. Der Neuankömmling wurde derart herzlich empfangen, dass er sich bei seinem Abschied nur 18 Monate später mit einer Überraschung bedankte: Er verfasste Kurzgeschichten aus dem Leben seiner Kegelbrüder, die er stilvoll mit Zeichnungen illustrierte. Auf ihnen werden verschiedene Typen aus verschiedenen Klassen liebevoll verspottet. Aus diesen Geschichten entstand schließlich ein Buch, das über viele Umwege seinen Platz im Regal des Furtwanger Heimatmuseums im ehemaligen Gasthaus »Arche« fand.

1891, ACHTZEHNHUNDERTEINUNDNEUNZIG, Buch, Kegeln, Kunst, Künstler, Kurzgeschichten, Sport