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ACHT­ZEHN­HUNDERT­DREI­UND­NEUNZIG

AUF SCHIENEN DURCH DEN SCHWARZ­WALD

Die Abgeschiedenheit Furtwangens stellte für die fl orierende Uhrenindustrie seit jeher einen beeinträchtigenden Nachteil dar. Durch die Anbindung an ein Eisenschienennetz sollte dieser Situation entgegengewirkt werden. Nach vielen Verhandlungen und Anträgen wurden die jene Stimmen, die zum ersten Mal bereits im Jahre 1838 aufgekommen waren, 1893 endlich erhört und der Schienennetzanschluss in die Tat umgesetzt. Mit der langjährigen Planung wurde niemand anderes als Robert Gerwig, der Gründer der Uhrmacherschule, betraut, der sich selbst ja stets lieber als Eisenbahn-Pionier denn als Schuldirektor sah. Die Schienen wurden an eine schon im Vorjahr eröffnete Strecke zwischen Donaueschingen und Hammereisenbach angegliedert. Das neu gelegte Streckennetz, das sich als eines der komplexesten und aufwendigsten Europas erweis, war seit seiner Eröffnung allerdings von wirtschaftlichen Schwierigkeiten begleitet und konnte letztlich nicht die hohen Erwartungen erfüllen. Trotz vieler Rückschläge wurde das Schienennetz zwischen Furtwangen und Bräunlingen aber erst im Jahr 1972 wieder abgebaut. Auf dem Reststück zwischen Bräunlingen und Donaueschingen wird noch bis heute Personenverkehr betrieben.

1893, ACHTZEHNHUNDERTDREIUNDNEUNZIG, Bahn+, Bahnhof, Lok, Schienen, Zug