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NEUN­ZEHN­HUNDERT­FÜNF­UND­ACHTZIG

DIE INFOR­MATIK­ERIN VON MORGEN

Spaziert man nach der Vorlesung über das Hochschulgelände, so führt der Weg nahe der Mensa an einer Reihe von Kunstobjekten vorbei. Mancher Neuankömmling wird sich sicherlich nicht nur einmal die Frage gestellt haben, wie die in Stein dargestellten sechs Damen ihren Platz auf der Brücke gefunden haben und was es mit ihren fehlenden Köpfen auf sich hat. Ihre Geschichte begann Mitte der 1980-er Jahre. Im Rahmen des Projekts Kunst am Bau engagierte die Stadt Furtwangen den Freiburger Bildhauer Hans-Peter Wernet für die Neugestaltung des Stadtbilds. Doch seine Skulpturen stießen auf Ablehnung, ja sogar auf Empörung. Vor allem weibliche Studierende beschimpften sie als frauenfeindlich und frauenverachtend. Sollte so das Frauenbild an der Hochschule aussehen? Weibliche Rundungen ohne Kopf? Und das ausgerechnet an einem Ort, wo Naturwissenschaft und Technik gelehrt werden?

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