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ACHT­ZEHN­HUNDERT­DREI­UND­SIEBZIG

EIN MARKT­FLECKEN WIRD ZUR IN­DUSTRIE­STADT

Das beschauliche Furtwangen war schon seit den Anfängen des 19. Jahrhunderts von überregionaler Bedeutung. Der Uhrenhandel machte die Gemeinde zu einem der zentralen Verkehrspunkte im Schwarzwald. Begleitet wurde diese Entwicklung von einem stetigen Bevölkerungswachstum. Um seinem Ansehen gerecht zu werden und sich zudem größere und freiheitlichere Rechte in Bezug auf die Selbstverwaltung der Gemeinde zu sichern, gehörte die Diskussion über den Erwerb der Stadtrechte seit längerem zur Tagesordnung des Furtwanger Gemeinderates. Nachdem bereits ein potentiell adäquates Rathaus errichtet wurde, stellte der damalige Bürgermeister Josef Zimber am 14. Januar 1873 einen erneuten Antrag zur Erhaltung der Stadtrechte – mit Erfolg. Der Gemeinderat gab seine Zustimmung und auch seine königliche Hoheit, der Großherzog Friedrich I., willigte am 2. Mai desselben Jahres ein und verkündete feierlich, dass dem Marktflecken Furtwangen die Eigenschaft einer Stadt verliehen werden solle.

So kam es, dass Furtwangen mit seinen bereits damals über 3.000 Einwohnern fortan den Stadt-Titel tragen durfte und Stadt-Rechte zugesprochen erhielt.

1873, ACHTZEHNHUNDERTDREIUNDSIEBZIG, Dorf, Furtwangen, Marktfleck, Stadt, Uhrenhandel, Uhrmacher