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ACHT­ZEHN­HUNDERT­FÜNFZIG

EINE SCHULE GE­GEN DIE KRISE

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich die Schwarzwälder Uhrmacherei in einer Krise. Die produzierten Uhren schienen nicht mehr konkurrenzfähig zu sein. Zum einen ließen sie Innovationen vermissen, zum anderen stiegen die Preise, da ihre Anfertigung wenig durchdacht war. Diese Probleme entstanden vor allem durch die unzureichende Qualifizierung der Uhrmachermeister. Um dadurch aufkommender wirtschaftlicher Not entgegenzusteuern, wurde daher bereits 1847 der Uhrengewerbsverein in Schönenbach im Bregtal gegründet. Er war es auch, der den Wunsch artikulierte, eine Uhrmacherschule zu gründen, um der Uhrenindustrie zukünftig qualifizierteres Personal bereitstellen zu können. Der Verein wandte sich dazu mit einer Petition an die Badische Regierung und ihr Gesuch wurde akzeptiert. Am 26. Februar 1849 ordnete Großherzog Leopold die Gründung der ersten deutschen Uhrmacherschule in Furtwangen im Schwarzwald an.

1850, ACHTZEHNHUNDERTFÜNFZIG, Krise, Leid, Notstand