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NEUN­ZEHN­HUNDERT­ZWEI­UND­FÜNFZIG

SCHNEE­SCHIPPEN STATT UN­TER­RICHT

Dass Furtwangen im Schwarzwald zu den schneereichsten Regionen in ganz Deutschland zählt, dürfte den ein oder anderen Studierenden bei seiner ersten Ankunft überrascht, ja sogar überrumpelt haben. Jedoch haben die Neuankömmlinge seit jeher viel Zeit, sich an die Situation zu gewöhnen – die Winter in Furtwangen sind lang und die weiße Pracht ist bis weit in das Jahr hinein präsent. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass Furtwangens Hochschule die einzige ist, an der es sprichwörtlich zwei Wintersemester gibt.

Die jährlich rund 2.000 Liter Niederschlag pro Quadratmeter sind manchmal selbst den Einwohnern Furtwangens zu viel. So wurden im Jahr 1952 wegen starker Schneefälle alle männlichen Bewohner der Stadt zwischen 16 und 60 Jahren, darunter auch Schüler der Uhrmacherschule, zum Schneeräumen verpflichtet. Nicht nur in Furtwangen fielen in einer Nacht bis zu drei Meter Neuschnee. Ganz Europa erstickte in diesem Jahr unter den Schneemassen.

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