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NEUN­ZEHN­HUNDERT­DREI­UND­DREISSIG

SCHUL­VERWEIS FÜR VER­WEI­GERER

Auch in der kleinen Stadt im Schwarzwald hielt somit der Nationalsozialismus Einzug. Nach dem missglückten Hitlerputsch gingen Furtwanger Sympathisanten zunächst in den Untergrund, hielten jedoch regen Kontakt miteinander. Als Ergebnis gründeten sie am 2. Juni 1929 im Gasthaus Zum Rößle die Ortsgruppe Furtwangen der NSDAP. Nach der Machtergreifung im Jahr 1933 bestimmte die Gruppe maßgeblich das Geschehen der Stadt. Um ein Zeichen zu setzen, wurde als erste Handlung der Marktplatz von Furtwangen in Adolf-Hitler-Platz umbenannt. Viele Furtwanger weigerten sich jedoch, Hitlers Politik und Einfluss anzuerkennen, darunter auch viele Schüler der Uhrmacherschule, die dafür den Schulverweis in Kauf nahmen. Wie intensiv die Uhrmacherschule von den Nationalsozialisten dominiert wurde, verdeutlichen die Erinnerungen eines Schülers: »Die Uhrmacherschule war zu 100 Prozent organisiert, wer nicht in die Partei eintrat, hatte zu gehen.«

1933, Hakenkreutz, Hitler, Nationalsozialismus, Nazi, NEUNZEHNHUNDERTDREIUNDDREISSIG, NSDAP