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NEUN­ZEHN­HUNDERT­DREI­UND­ACHTZIG

WENN DAS GELD ZUM LER­NEN FEHLT

Weit gefehlt wer meint, der studentische Leistungsdruck wäre erst seit Anbeginn der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem gestiegen. Schon im Jahre 1983 konnte einem Bericht des AStA entnommen werden, dass jeder zweite Studierende der Hochschule Furtwangen seine Klausuren nicht bestehen konnte. Ursache hierfür war nicht nur in den stetig steigenden Anforderungen gegenüber Studierenden, sondern auch, dass kurz zuvor die BAföG-Beiträge merklich gekürzt wurden. Dies wiederum führte oftmals dazu, dass Studierende sich gezwungen sahen, mehr Zeit in Nebenjobs als in das Lernen zu investieren. Diese Entwicklung brachte ebenfalls mit sich, dass im Sommersemester 1983 eine Einrichtung der psychologischen Studierendenberatung eröffnet wurde. Die Gelder hierfür wurden zu Teilen vom Förderverein Furtwangen sowie durch die Erhöhung des studentischen Sozialbeitrages für das Studentenwerk zur Verfügung gestellt. Wöchentlich für zwei Stunden stand fortan der Diplom-Psychologe Diethard Möller für Einzelgespräche zur Verfügung. Die vom Leistungsdruck geplagten Studierenden berichteten ihm von Problemen bei der Entscheidungsfindung bezüglich wichtiger Themen und äußerten sogar Selbstmordgedanken. Mit acht Studierenden, die regelmäßig zu den Gesprächen erschienen, galt die Betreuung bereits im ersten Semester ihres Bestehens als enorm stark frequentiert.

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