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NEUN­ZEHN­HUNDERT­NEUNZIG

WENN DER COM­PUTER SCHNUP­FEN HAT

Das Computer-Zeitalter steckte noch in den Kinderschuhen, als es von ersten »Parasiten« heimgesucht wurde: Computerviren kamen in Umlauf und legten flächendeckend Computersysteme lahm. Als bundesweit die Bevölkerung von offizieller Seite beruhigt wurde, dass die Viren keine Gefahr für den menschlichen Organismus darstellen und als Computer- Schnupfen abgetan wurden, konnte zwar aufgeatmet werden; das eigentliche Problem war damit aber noch nicht behoben. Auch die Fachhochschule Furtwangen litt unter den ersten Angriffen der damaliger Computer-Hacker und man war man gezwungen, sich gegen diese besser zu wappnen. Eine Diskette sollte Abhilfe leisten. Auf ihr waren Heilmittel gegen knapp 200 bekannte Computerviren-Arten gespeichert und sie musste vor jedem Gebrauch eines Computers eingeworfen werden. Zusätzlich wurden die einzelnen Arbeitszimmer- Rechner allmählich mit einem Großrechner verbunden, so dass bei akutem Computerviren-Befall ein neues, unbeschadetes Betriebssystem auf die jeweiligen Geräte kopiert werden konnte.

Der damalige Leiter des Rechenzentrums, Peter Stöckl, hielt zudem Vorlesungen, in denen angehende Informatiker über Tücken sowie Bekämpfungsmöglichkeiten dieser kleinen Schädlingsprogramme aufgeklärt wurden.

1990, Hacker, Informatik, Neunzehnhundertneunzig, Trojaner, Virus