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NEUN­ZEHN­HUNDERT­FÜNF­UND­ZWANZIG

ZEIT­GE­MÄS­SES LEH­REN

Die bereits Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung, brachte einen einschlagenden Wandel mit sich. Auch die Uhrmacherschule blieb von dieser Revolution nicht unberührt. Seit einigen Jahren wurden die Schüler bereits in der aufsprießenden Elektrotechnik unterrichtet. Doch konnte dieser Umstand die Anforderungen der Schwarzwälder Industrie noch nicht zufriedenstellen. 1922 formulierte sie daher den Wunsch, es mögen Handwerker ausgebildet werden, die ein ausgeprägtes Verständnis sowohl für die Praxis als auch die Theorie ihres Schaffens aufweisen und sich durch das Streben nach etwas Höherem als Führungskräfte hervortun sollen. 1925 wurde diesem Wunsch seitens des Kultusund Unterrichtsministerium Badens nachgekommen und die Satzungen der Uhrmacherschule überarbeitet. Fortan musste vor der Einschreibung an der Uhrmacherschule eine zwei bis drei jährige praktische Ausbildung, mit zeitgleichem Gewerbeschulebesuch vorgewiesen werden. Erst nach der Erlernung dieser Handfertigkeiten folgte im Anschluss eine Weiterbildung auf der Uhrmacherschule, welche sich in vier Semester untergliederte. Neben diesen internen Änderungen zeugten auch andere Aspekte von einer Modernisierung. So schlug diese sich auch im neuen Namen der Schule, welchen sie ebenfalls ab 1925 trug, nieder. Badische Uhrmacherschule Furtwangen – Staatliche Fachschule für Uhrmacherei, Elektro- und Feinmechanik, war seither der Ort, an welchem die zukünftigen Führungskräfte ihr Handwerk erlernten.

1925, Baden, Elektrotechnik, Feinmechanik, Handwerk, Industrie, NEUNZEHNHUNDERTFÜNFUNDZWANZIG, Schwarzwald, Semester, Werkstatt